Die höhere Horizontalauflösung wurde durch eine deutlich höhere Trägerfrequenz des frequenzmodulierten Helligkeitssignals ermöglicht. Die Videobandbreite beträgt 4 MHz gegenüber VHS mit nur 3 MHz. Auch der FM-Hubbereich wurde gegenüber VHS (nur 1 MHz) auf 1,6 MHz erhöht. Diese hohen Frequenzen können aber von einfachen VHS-Bändern nicht zuverlässig aufgezeichnet werden. Deshalb werden für S-VHS typischerweise spezielle hochwertigere eisenoxidbeschichtete Bänder mit erhöhter Magnetpartikeldichte verwendet. Die Kassetten entsprechen in den Maßen VHS-Kassetten und können auch als solche verwendet werden, haben als Kennung aber eine Öffnung auf der Unterseite, anhand dessen S-VHS Recorder die Kassette erkennen und auf S-VHS Betrieb umschalten. Einige neuere Geräte erlauben zudem die Verwendung von gewöhnlichen VHS-Kassetten für Aufnahmen im S-VHS Format (JVC nennt diese Funktion "S-VHS ET"). Die Qualität fällt dabei abhängig vom verwendeten Band sehr unterschiedlich aus und ist bei minderwertigen Bändern unter Umständen sogar schlechter als VHS, bei hochwertigen VHS-Kassetten ist hingegen oft eine annähernd mit echten S-VHS Kassetten vergleichbare Bildqualität möglich.
Ein weiteres entscheidendes Kriterium für die bessere Bildqualität des S-VHS-Systems gegenüber VHS ist die Trennung von Helligkeits- und Farbsignal, nicht nur bei der Aufzeichnung (wie auch von VHS geboten), sondern auch auf den Signalwegen zu den Endgeräten, also in Verbindungskabeln und Steckern.
S-VHS kann theoretisch sogar ein besseres Bild als terrestrisch ausgestrahltes Analog-Fernsehen bieten. Besonders Amateurfilmern kam die bessere Bildqualität – erreicht durch Trennung des Helligkeits- (Y) und des Farbsignals (C) – sehr entgegen, weil S-VHS Schnitt-Kopien in annehmbarer Qualität erlaubte.
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